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Zwei Jahre nach der Volksabstimmung für EINE Kirchgemeinde Zürich

Eine klare Mehrheit der reformierten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger entschied sich am 28. September 2014 für den Zusammenschluss von 34 Kirchgemeinden zu einer einzigen Kirchgemeinde Zürich (KGZ). Damit wurde ein Prozess in Gang gesetzt, für den es keine Vorbilder gibt. Die intensive Zusammenarbeit im vergangenen Jahr hat sich gelohnt. So liegt heute eine Rahmenorganisation der neuen Kirchgemeinde Zürich vor, die von der Zentralkirchenpflege (ZKP) am 21. September 2016 verabschiedet wurde. Der darauf aufbauende Zusammenschlussvertrag soll im Frühling 2017 allen Kirchgemeinden zur Genehmigung vorgelegt werden.

Medienmitteilung – Zürich, 28.9.2016 – Zwei Jahre nach der Abstimmung zeigt sich, dass konkrete Vorstellungen über die neue Organisation breit diskutiert worden sind, dass erste Schritte für die Zusammenarbeit in der neuen Kirchgemeinde und den zehn neuen Kirchenkreisen getan wurden, dass die Behörden, Pfarrpersonen und Mitarbeitenden schrittweise daran sind, in einer Kirchgemeinde Zürich zu denken und zu handeln. Andreas Hurter, Gesamtprojektleiter Reform und Präsident des ref. Stadtverbandes: «Der Reformprozess ist auf Kurs, der Aufbauprozess verläuft plangemäss und ich bin überzeugt, dass die neue Kirchgemeinde Zürich ab 1. Januar 2019 funktionieren wird.»

Anpassung von Kirchengesetz und Kirchenordnung
Der Regierungsrat hat erfreulicherweise im September 2016 dem Kantonsrat beantragt, das Kirchengesetz zu revidieren. Unter anderem wird damit die Möglichkeit erlangt, ein städtisches Kirchgemeindeparlament zu schaffen. Weiter sind Anpassungen im Hinblick auf die Nutzung von kirchlichen Liegenschaften vorgesehen.

Die kantonale Synode nahm an der Sitzung vom 5. Juli 2016 den Bericht des Kirchenrates betreffend Projekt KirchGemeindePlus mit dem Reformplan zur Kenntnis. Zurzeit läuft dazu eine breit angelegte Vernehmlassung. Die Umsetzung zu einer neuen Kirchgemeinde Zürich passt grundsätzlich gut in den Prozess KirchGemeindePlus. Gemäss Andreas Hurter sind die Arbeiten zwischen der Landeskirche und dem Reformprozesss in der Stadt Zürich aufeinander abgestimmt. Wichtig ist nun die termingerechte Revision der Kirchenordnung, die der Synode obliegt und auf Stufe Kirchenrat in Bearbeitung ist. Damit werden wichtige rechtliche Voraussetzungen geschaffen für die noch zu erarbeitende Kirchgemeindeordnung auf städtischer Ebene.

Rahmenorganisation der neuen Kirchgemeinde Zürich
Die ZKP fällte in den vergangenen 12 Monaten wichtige richtungsweisende Vorentscheide, um die «Geburt» der neuen Kirchgemeinde Zürich voranzutreiben. Das Gebiet der Stadt Zürich bildet zusammen mit der Gemeinde Oberengstringen künftig das Gebiet der Kirchgemeinde Zürich. 

Die ZKP gab ihre Zustimmung zur Grundstruktur und der Bildung von Kirchenkreisen und zum Leitbild und Trägerschaft der Immobilien.

An der Sitzung vom 21. September 2016 verabschiedeten die ZKP-Mitglieder die Rahmenorganisation. Die wesentlichen Eckwerte der Rahmenorganisation: Das oberste Organ der Kirchgemeinde bleiben die Stimmberechtigten. Die Kirchgemeinde Zürich wird als Parlamentsgemeinde organisiert und erhält ein Kirchgemeindeparlament, das eine Kirchenpflege bestehend aus 7 Mitgliedern wählt. Die Kirchgemeinde erfüllt ihre Aufgabe im Zusammenwirken mit den 10 Kirchenkreisen sowie mit Institutionen von gesamtkirchgemeindlicher Bedeutung. In den Kirchenkreisen werden Kirchenkreiskommissionen gebildet, wobei es sich um Milizgremien handelt. Die Mitglieder der Kirchgemeinde Zürich können an den Kirchenkreisversammlungen ihres Kirchenkreises teilnehmen. Es sind weiter die Konferenz der Präsidien der Kirchenkreiskommissionen, der Stadt-Pfarrkonvent und der Kirchgemeindekonvent vorgesehen. Zentrale Dienstleistungen wie Finanzen, Personal und Immobilien werden von der städtischen Geschäftsstelle erbracht. 

Andreas Hurter: «Es konnte nicht das Ziel nach zwei Jahren sein, alle Themen des umfassenden Reformprozesses bearbeitet zu haben. Was erreicht werden konnte, ist eine weitgehende Klärung der Rahmenorganisation für die inhaltliche und strukturelle Gestaltung der neuen Kirchgemeinde. Was nun ansteht, sind die Erarbeitung der rechtlichen Grundlagen und weitergehende Vertiefungen sowie Feinplanungen vor allem für die innere Organisation der Kirchenkreise.»

Basierend auf der Rahmenorganisation wird nun der Zusammenschlussvertrag (ZSV) erarbeitet. Der ZSV ist das notwendige rechtliche Element des Zusammenschlusses und des Übergangs zu einer Kirchgemeinde Zürich. Damit vereinbaren die Kirchgemeinden verbindlich, sich unter Auflösung des Stadtverbandes zur Evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Zürich zusammenzuschliessen. Dieser ZSV soll vor den Sommerferien 2017 allen 34 Kirchgemeinden zur Genehmigung vorgelegt werden. 

Erste Erfahrungen in den Pilotkirchenkreisen
Die Bildung und Organisation der Kirchenkreise sind Neuland und sollen daher speziell entwickelt und ausgearbeitet werden. Im Rahmen einer Pilotphase erprobten darum drei künftige Kirchenkreise (Kirchenkreis 3: Wiedikon, Sihlfeld, Im Gut, Friesenberg – Kirchenkreis 4/5: Industrie, Hard, Aussersihl – Kirchenkreis 7/8: Hottingen, Fluntern, Neumünster, Balgrist, Witikon) die innere Organisation. Im Mittelpunkt standen die Nutzung von Synergien aus den bisherigen Kirchgemeinden für das kirchliche Leben vor Ort und eine künftige Aufgabenteilung zwischen den Kirchenkreisen und der städtischen Ebene. Die Ergebnisse aus diesem ersten Grossversuch wurden in der 5. Grossgruppenkonferenz vom 3. September 2016 vorgestellt (s. Infoflyer in der Beilage).

Andreas Hurter zieht folgendes Fazit: «Jeder Reformprozess, der gewohnte Grundlagen tiefgreifend verändert, stellt an alle Beteiligten hohe Anforderungen. Es muss in Kategorien geplant werden, die noch nicht Realität sind und für die es wenig oder keine Muster in der näheren Umgebung gibt. Das löst sehr unterschiedliche Gefühle aus, von diffusem Unbehagen bis hin zu konkreten Existenz- und Verlustängsten.» Die Projektverantwortlichen überprüfen deshalb ihre Informationen sehr sorgfältig auf Unklarheiten und mögliche Missverständnisse, um das Schüren von falschen Eindrücken und Reformdramatik zu verhindern. Andreas Hurter: «Auch wenn manches zurzeit noch offen ist, gibt die Rahmenorganisation eine Denklinie vor und schafft somit eine Planungssicherheit. Auf diese Weise soll vorhandene Skepsis durch ein gemeinschaftliches Weiterdenken in kreatives Mitwirken verwandelt werden.»

 


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Fabian Kramer
Tel. 043 322 15 57
Mail: fabian.kramer@zh.ref.ch

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